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Fischerei

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Angelhaken

Angelhaken

Die Fischerei in Flüssen und Bächen hatte in der Vergangenheit eine große wirtschaftliche Bedeutung. Seit der Steinzeit gingen die Menschen mit Harpunen, Netzen und Angelhaken auf die Fischjagd. Ein urgeschichtlicher Angelhaken aus Knochen ist in der Lippe bei Werne gefunden worden. Am oberen Ende des Schenkels sind mehrere Querrillen vorhanden, die offenbar ein Abrutschen der umgebundenen Angelschnur verhindern sollten. Die Spitze weist einen deutlich ausgeprägten Widerhaken auf. Vermutlich ist der Angelhaken in die Jungsteinzeit oder die Bronzezeit zu datieren, da ältere Exemplare durchweg noch keinen Widerhaken besitzen und Angelhaken jüngerer Epochen meist aus Eisen gefertigt wurden.


Hecht

Hecht

Im Mittelalter waren die Fischereirechte, die auch den Fang der begehrten Flusskrebse umfassten, an den verschiedenen Gewässern sehr genau geregelt. Zahlreiche Streitigkeiten, die sich daraus ergaben und in Urkunden überliefert sind, belegen die Bedeutung dieses Wirtschaftszweiges, der auch berufsmäßig betrieben wurde. In den Jahrhunderten vor der Industrialisierung ist mit einem kaum noch vorstellbaren Fischreichtum in den Flüssen zu rechnen. Sehr bemerkenswert ist ein Bericht von 1549, als ein 2,40 m langer Stör in der Lippe bei Lünen gefangen wurde.

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Peter Ferlemann: Tauchen in der Lippe

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Die Vorsitzende des Heimatbundes Lippstadt e.V., Frau Dr. Marlies Wigge, hat während der Ausstellung mit Herrn Ferlemann ein Interview geführt, dass in den Mitteilungen des Heimatbundes veröffentlicht wurde:


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In der Ausstellung fand ein Fundobjekt aus der Lippe einen besonderen Platz und erinnerte an die Zeit der Lippeschifffahrt, die zunächst Transportzwecken diente und zuletzt der Gewinnung des geschätzten Lippesandes als Baumaterial.

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Peter Ferlemann entdeckte das ausgestellte Fragment eines Lippeschiffs auf einer Tauchtour in der Lippe. in einem Gespräch vermittelte er mir, dass das Tauchen in der Lippe eine besondere Aktivität ist, die nicht gerade zum Breitensport zählt. Der folgende Text fasst zusammen wie wir gemeinsam (auf dem Trockenen) „der Lippe auf den Grund gegangen“ sind.

Peter Ferlemann wohnt und arbeitet im Süden der Stadt und taucht seit mehr als zwanzig Jahren. Aus dem Angler wurde nach einigen Lehrgängen ein Taucher, der auch Mitglied im Tauchclub Oktopus ist. Dieser Verein mit mehr als 100 Mitgliedern legt großen Wert auf eine solide Ausbildung und vermittelt die technischen Grundlagen des Tauchens, verleiht auch schon mal Gerätschaften und bietet den Tauchsportfreunden einen Rahmen für gemeinsame Aktivitäten. Tauchen ist ein Hobby, bei dem es auf Sicherheit ankommt, also ist die Gruppe von zwei oder mehr Tauchern die Regel, um Unfälle zu verhüten. Anders als viele seiner Vereinskollegen reizt Peter Ferlemann jedoch nicht nur das Tauchen in heimischen Seen oder in weiter entfernten exotischen Tauchrevieren, sondern gerade das „Kaltwassertauchen“ zu jeder Jahreszeit und besonders in der Lippe und kleinen Baggerseen rund um Lippstadt.


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Die Vorbereitung muss sorgfältig sein, denn die Tauchausrüstung wiegt bis zu 40 kg, so dass Route und Zugang nicht zu viel „Landstrecke“ enthalten sollten. Zur Ausrüstung gehören Neopren- oder Trockenanzug, Flossen, Taucherbrille, Schnorchel oder Pressluftgerät, dazu ein Bleigürtel der das „Schweben“ im Wasser ermöglicht. Taucher sollten nicht nur sorgfältig auf den Zustand der Ausrüstung achten, sondern auch fit und gesund sein. Ein jährlicher Medizincheck ist Pflicht und Tauchen bei Schnupfen oder Unwohlsein nicht angeraten. Tauchen in der Nähe von Wehren und Schleusen ist nicht angebracht, ebenso verbietet es sich zu den Brutzeiten verschiedener Wasservögel. Abhilfe schafft da manchmal ein weniger störendes Sichtrohr.

Peter Ferlemann taucht mit einigen Gleichgesinnten in der Lippe und den Baggerseen. Seine Tauchgänge sind geplant und werden in einem Logbuch dokumentiert. Die zweite Person sichert bei einem Tauchgang den Taucher mittels Leine und ist im Notfall einsatzbereit. Unter Wasser ermöglichen Stirnlampe und GPS-Gerät die Orientierung und Verortung, so dass gezielt auch das Leben im Fluss erforscht werden kann. Fotapparat und auch Filmkamera sind bei jedem Tauchgang dabei. Taucher sind also in der Ausübung gesellige Menschen, die besonders geselligen und dazu abgehärteten treffen sich am Heiligabend am Alberssee denn auch zum Tauchen und einer besonderen Weihnachtsfeier.

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Unter Wasser

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Eindrücke der Unterwasserlandschaft Lippe

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Seit der Mensch sich an und auf der Lippe bewegt hat, sind auch immer Gegenstände in die verborgene Welt unter Wasser geraten. Durch versehentliche Verluste von Transportgütern, absichtliches Verschwindenlassen unliebsam gewordener Dinge und natürlich Abfallentsorgung haben sich auf dem Grund des Flusses immens viele Objekte aus den verschiedensten Jahrhunderten angesammelt.


In der Strömung

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Der Taucher und Fotograf Peter Ferlemann aus Lippstadt ist einer der wenigen Menschen, die regelmäßigen Zugang in diese Unterwasserwelt haben. Durch seine Fotos ermöglicht er es uns, ihn auf seinen Tauchgängen zu begleiten.


Flussbarsch in der Lippe

Flussbarsch in der Lippe

An vielen Stellen des Flusses ist das Reich unter der Wasseroberfläche gekennzeichnet durch bunte und neugierige Fische und dichte Pflanzenteppiche. Auch wenn kein Hochwasser herrscht, kommen durchaus Wassertiefen von mehr als drei Metern vor. Tückisch kann die Strömung des Flusses sein; sie erfordert vom Taucher einige Erfahrung.