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Fischerei

Angelhaken

Angelhaken

Die Fischerei in Flüssen und Bächen hatte in der Vergangenheit eine große wirtschaftliche Bedeutung. Seit der Steinzeit gingen die Menschen mit Harpunen, Netzen und Angelhaken auf die Fischjagd. Ein urgeschichtlicher Angelhaken aus Knochen ist in der Lippe bei Werne gefunden worden. Am oberen Ende des Schenkels sind mehrere Querrillen vorhanden, die offenbar ein Abrutschen der umgebundenen Angelschnur verhindern sollten. Die Spitze weist einen deutlich ausgeprägten Widerhaken auf. Vermutlich ist der Angelhaken in die Jungsteinzeit oder die Bronzezeit zu datieren, da ältere Exemplare durchweg noch keinen Widerhaken besitzen und Angelhaken jüngerer Epochen meist aus Eisen gefertigt wurden.


Hecht

Hecht

Im Mittelalter waren die Fischereirechte, die auch den Fang der begehrten Flusskrebse umfassten, an den verschiedenen Gewässern sehr genau geregelt. Zahlreiche Streitigkeiten, die sich daraus ergaben und in Urkunden überliefert sind, belegen die Bedeutung dieses Wirtschaftszweiges, der auch berufsmäßig betrieben wurde. In den Jahrhunderten vor der Industrialisierung ist mit einem kaum noch vorstellbaren Fischreichtum in den Flüssen zu rechnen. Sehr bemerkenswert ist ein Bericht von 1549, als ein 2,40 m langer Stör in der Lippe bei Lünen gefangen wurde.

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