Hochwasserschutz

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An der Lippe und ihren Nebenflüssen hat es in den letzten Jahren umfangreiche Aktivitäten zum Hochwasserschutz gegeben. Es wurden Hochwasser-Aktionspläne erarbeitet und umgesetzt, der technische Hochwasserschutz verbessert und die Gefahrenabwehr optimiert. In hochwassergefährdeten Gebieten wurden Überschwemmungsgebiete festgesetzt, in denen bestimmte Nutzungen verboten oder nur mit Genehmigung erlaubt sind. Darüber hinaus sind an vielen Orten Rückhalteräume und natürliche Überflutungsflächen entstanden oder reaktiviert worden, die den Flüssen und Bächen mehr Platz geben und gleichzeitig die Lebensqualität verbessern. Mit dem „Hochwasserrisikomanagement“ hat die Europäische Union einen neuen Begriff verbindlich eingeführt. Ziel ist, die Risiken für vier „Schutzgüter“ nachhaltig zu minimieren: die menschliche Gesundheit, die Umwelt, das Kulturerbe und die wirtschaftlichen Tätigkeiten.

In NRW erstellen die Bezirksregierungen für die als Risikogebiete eingestuften Gewässerabschnitte präzise Hochwassergefahren- und Hochwasserrisikokarten. Außerdem haben die Bezirksregierungen die Federführung bei der Aufstellung der Hochwasserrisikomanagementpläne. Hochwasserrückhaltebecken und Talsperren zum Hochwasserschutz werden im oberen Lippegebiet vom Wasserverband Obere Lippe gebaut und betrieben. Im modernen Gewässermanagement gehen Naturschutz und Hochwasserschutz Hand in Hand.

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