Standortfaktor

Aufsicht Stadtmodell im Lippstädter Rathaus

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Im Mittelalter gab es in Westfalen eine regelrechte Welle von Stadtgründungen an der Lippe. Vorbild für viele andere war die planmäßige Gründung von Lippstadt durch Bernhard II. zur Lippe ab 1185. In der Folge entstanden weitere Fluss-Städte bzw. bekamen Siedlungen Stadtrechte: Hamm (1226), Dorsten (1251), Lünen (nach 1260), Haltern (1289), Werne (1385). Die Standorte hatten die Vorteile der Wasserversorgung, der durch das Wasser geschützten Lage, der Wasserstraße, es konnten Wassermühlen betrieben werden. Dafür wurde das Überschwemmungs-Risiko in Kauf genommen. Die Städte kontrollierten Flussübergänge; Fähren oder seltener Brücken verbanden die Ufer. Zudem nutzten die Landesherrn die Städte als Befestigungsanlagen gegenüber den angrenzenden Territorien.


Johann Conrad Schlaun

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Auch außerhalb der Städte findet man an der Lippe bedeutende Orte, z. B. das Wasserschloss Hovestadt am Südufer der Lippe, architektonisch ein herausragendes Bauwerk der „Lipperenaissance“, mit späteren Umgestaltungen im Barockstil durch Johann Conrad Schlaun.


Reliquiar der Heiligen Ida Silber, vergoldet, um 1480 Kath. Pfarrgemeinde St. Ida in Herzfeld und Lippborg

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Die Wirkungsstätte der Heiligen Ida von Herzfeld liegt direkt an der Lippe: Sie gründete bereits im 8. Jahrhundert eine Kirche und gilt als die früheste Heilige Westfalens.

 

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