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Peter Ferlemann: Tauchen in der Lippe

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Die Vorsitzende des Heimatbundes Lippstadt e.V., Frau Dr. Marlies Wigge, hat während der Ausstellung mit Herrn Ferlemann ein Interview geführt, dass in den Mitteilungen des Heimatbundes veröffentlicht wurde:


IMFLUSS LIPPE

In der Ausstellung fand ein Fundobjekt aus der Lippe einen besonderen Platz und erinnerte an die Zeit der Lippeschifffahrt, die zunächst Transportzwecken diente und zuletzt der Gewinnung des geschätzten Lippesandes als Baumaterial.

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Peter Ferlemann entdeckte das ausgestellte Fragment eines Lippeschiffs auf einer Tauchtour in der Lippe. in einem Gespräch vermittelte er mir, dass das Tauchen in der Lippe eine besondere Aktivität ist, die nicht gerade zum Breitensport zählt. Der folgende Text fasst zusammen wie wir gemeinsam (auf dem Trockenen) „der Lippe auf den Grund gegangen“ sind.

Peter Ferlemann wohnt und arbeitet im Süden der Stadt und taucht seit mehr als zwanzig Jahren. Aus dem Angler wurde nach einigen Lehrgängen ein Taucher, der auch Mitglied im Tauchclub Oktopus ist. Dieser Verein mit mehr als 100 Mitgliedern legt großen Wert auf eine solide Ausbildung und vermittelt die technischen Grundlagen des Tauchens, verleiht auch schon mal Gerätschaften und bietet den Tauchsportfreunden einen Rahmen für gemeinsame Aktivitäten. Tauchen ist ein Hobby, bei dem es auf Sicherheit ankommt, also ist die Gruppe von zwei oder mehr Tauchern die Regel, um Unfälle zu verhüten. Anders als viele seiner Vereinskollegen reizt Peter Ferlemann jedoch nicht nur das Tauchen in heimischen Seen oder in weiter entfernten exotischen Tauchrevieren, sondern gerade das „Kaltwassertauchen“ zu jeder Jahreszeit und besonders in der Lippe und kleinen Baggerseen rund um Lippstadt.


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Die Vorbereitung muss sorgfältig sein, denn die Tauchausrüstung wiegt bis zu 40 kg, so dass Route und Zugang nicht zu viel „Landstrecke“ enthalten sollten. Zur Ausrüstung gehören Neopren- oder Trockenanzug, Flossen, Taucherbrille, Schnorchel oder Pressluftgerät, dazu ein Bleigürtel der das „Schweben“ im Wasser ermöglicht. Taucher sollten nicht nur sorgfältig auf den Zustand der Ausrüstung achten, sondern auch fit und gesund sein. Ein jährlicher Medizincheck ist Pflicht und Tauchen bei Schnupfen oder Unwohlsein nicht angeraten. Tauchen in der Nähe von Wehren und Schleusen ist nicht angebracht, ebenso verbietet es sich zu den Brutzeiten verschiedener Wasservögel. Abhilfe schafft da manchmal ein weniger störendes Sichtrohr.

Peter Ferlemann taucht mit einigen Gleichgesinnten in der Lippe und den Baggerseen. Seine Tauchgänge sind geplant und werden in einem Logbuch dokumentiert. Die zweite Person sichert bei einem Tauchgang den Taucher mittels Leine und ist im Notfall einsatzbereit. Unter Wasser ermöglichen Stirnlampe und GPS-Gerät die Orientierung und Verortung, so dass gezielt auch das Leben im Fluss erforscht werden kann. Fotapparat und auch Filmkamera sind bei jedem Tauchgang dabei. Taucher sind also in der Ausübung gesellige Menschen, die besonders geselligen und dazu abgehärteten treffen sich am Heiligabend am Alberssee denn auch zum Tauchen und einer besonderen Weihnachtsfeier.

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